David Noack

Aktuelles

 

David Noack

Jahrgang 1988

Student der Politkwissenschaft und Geschichte an der Universität Greifswald.

Freier politischer Journalist

 

 

 

Sprungbrett nach Westafrika

german-foreign-policy.com, 14. Januar 2010

Schrittweise baut die EU ihre Zusammenarbeit mit dem kleinen, aber geostrategisch höchst nützlichen Inselstaat Kap Verde aus. Die Republik Kap Verde liegt rund 450 Kilometer vor der Küste Senegals - und damit von Europa aus gesehen auf halbem Wege zu den Erdöl- und Erdgasgebieten Westafrikas, nahe einer Route, auf der Flüchtlinge auf die Kanarischen Inseln und damit in die EU zu gelangen suchen. Kap Verde und Brüssel kooperieren bei der Flüchtlingsabwehr; Deutschland unterhält auf niedrigem Level eine militärpolitische Zusammenarbeit, die jüngsten Planungen zufolge in eine enge Anbindung von Kap Verde an die NATO, möglicherweise sogar in eine NATO-Mitgliedschaft münden könnte. Die Annäherung an die EU vollzieht sich fernab jeder Öffentlichkeit, aber kontinuierlich. Erst an diesem Dienstag traf eine Delegation der Kanarischen Inseln auf Kap Verde ein, um über einen Ausbau der Kooperation zu verhandeln; die Kanaren sind das nächstgelegene Territorium der EU. Im Mai 2008 war Bundeskanzlerin Merkel zu Gesprächen nach Kap Verde gereist; im Oktober 2009 hatte der Staatspräsident des Landes mit einer hochrangigen Delegation in Berlin Verhandlungen über einen Ausbau der Kooperation geführt.

Truppensteller

german-foreign-policy.com, 11. Januar 2010

Deutschland bindet armenische Soldaten in den Kriegseinsatz in Afghanistan ein.

Der Abtrünnige

german-foreign-policy.com, 11. November 2009

Die Europäische Union stellt die Beteiligung an einer Militärintervention afrikanischer Staaten in Guinea in Aussicht. Wie es in Brüssel heißt, ziehe man Unterstützungsleistungen in Betracht, sollte die Afrikanische Union sich zur Entsendung von Truppen nach Guinea entschließen, um den dortigen Konflikt zwischen Regierung und oppositionellen Demonstranten unter Kontrolle zu bekommen. Kürzlich hatten guineische Militärs ein Massaker an Demonstranten verübt und dabei über 150 Menschen ums Leben gebracht. Der Konflikt hält an. Die deutsch-europäischen Interventionspläne gelten einem Land, das über bedeutende Rohstoffvorkommen verfügt, sich jedoch seit einem Putsch im Dezember 2008 immer stärker vom Westen ab- und China zuwendet. Hintergrund ist wachsender Unmut über die anhaltende neokoloniale Einmischung von EU und USA in Afrika. Der Anführer der Putschisten hat seine militärische Ausbildung in der Bundesrepublik erhalten, entzieht sich jedoch mittlerweile dem deutschen Zugriff - ein besonderer Affront für Berlin.

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